POC Helm und Brille

POC traut sich was und will mit einem individuellem Design, welches sich von den herkömmlichen Produkten völlig absetzt, einen neun Style etablieren.

Seit ca. zwei Jahren können die Produkte immer häufiger auf den Köpfen von Radsportlern gesichtet werden. Die einen mögen die auffälligen großzügigen Luftkanäle, die anderen bleiben lieber bei den traditionellen Formen.

Wir wollten uns zwei Produkte näher anschauen und bestellten den POC Octal Helm für 250,-€ und die POC DO Blade Brille für 230,-€ für einige Testfahrten.

POC Helm und Brille

Der POC Helm ist mit seinen 195 Gramm (M CE-Variante) einer der leichtesten Helme auf dem Markt. Auf den ersten Blick wirkt der Helm sportlich, modern und hochwertig. Der Korpus besteht wie bei fast allen Helmen aus Styropor. Bei dem POC Helm fällt der Kunststoff besonders auf, da das weiße Material als Farbkontrast verwendet wird. Die Farbschicht (Kunststoff) ist aus zwei laminierten unterschiedlichen Teilen zusammengesetzt. Dieser Übergang ist den Herstellern leider nicht gut gelungen und lässt den Helm nach außen noch breiter wirken (siehe POC-Aufschrift an der Seite).

Nice to have … Möchten wir die Brille in die Lüftungsräume des Helmes stecken, verhindern die „Anti-Rutsch-Kunstoffe“ an der Innenseite das Verrutschen der Brille aus dem Helm.

Brillenhalter

Aber was steckt eigentlich in dem Helm und was für einen Komfort bietet er?

Betrachtet wir die Innenseite des Helmes, erhalten wir gleich eine anderes Bild. Die Züge, Schnallen und Polster sind aus einem hochwertigen Material und sehr gut verarbeitet.

Sitzt der Hem erst mal auf dem Kopf, wird einem bewusst, warum POC 250,-€ dafür verlangt:

Wie ein Sauger ziehen sich die Schnallen nach dem Zuschnüren an die Kopfhaut. Zwischen dem Helm und den Schnallen liegen einige Millimeter, um den direkten Kontakt zwischen Kopf und Styropor zu vermeiden.

Während der Ausfahrt bemerkt man den Helm gar nicht mehr, was auf den hohen Sitzkomfort schließen lässt. Als die Sonne dann von hinten durch die Belüftungslöcher des Helmes scheint, werden wir wieder auf das auffällige Design aufmerksam. Der hohe Wiedererkennungswort ist Geschmacksache.

Belüftung

Die Billen von POC erinnern uns an den Sieg von Greg Lemond bei der Tour de France 1989. Lemond hat damals mit acht Sekunden die Tour vor Laurent Fingon entschieden und sein Gesicht durch die große Brille der Welt nicht zeigen wollen. Jetzt wissen wir es – nicht der Fahrer, sondern die Brille soll gesehen werden. Dabei ist das Material des Gestells, wie schon die Außenhaut beim Helm, nicht sehr hochwertig.

Bei näherer Betrachtung fällt uns wieder die Qualität auf: Die Nasengummis sind weich und sitzen sanft ohne zu drücken. Die Gläser entsprechen natürlich der EN ISO (UV-Norm) und lassen weder UV-Strahlen noch Windverwirbelungen am Auge eine Chance.

Fazit: Viel Komfort und hohe funktionelle Qualität. Die außen verbauten Materialien könnten schicker sein.

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